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Wie verändern sich die Wirtschaftsindikatoren?

Konjunkturkommentar 1. Quartal 2019

Die Industrieproduktion in Europa bleibt weit unter den Erwartungen.

Die Stimmungsindikatoren in den USA sind nun ebenfalls gesunken: Die Stimmung in den USA war bis Mitte 2018 euphorisch und hat nun aber wie erwartet den Scheitelpunkt klar überschritten, so wie bereits früher in Europa und Asien. In Europa und den USA ist die Stimmung im historischen Vergleich nach wie vor sehr positiv, doch hat sie sich gegenüber den Höchstständen von 2018 markant eingetrübt und es ist davon auszugehen, dass sich die Stimmung in den nächsten Quartalen weiter verschlechtern wird. In Asien ist die Stimmung schon längere Zeit gedrückt und ist auch im vierten Quartal 2018 auf tiefem Niveau erneut gesunken.


Die Industrieproduktion in Europa bleibt hinter den Erwartungen: Die enttäuschende Entwicklung der  Industrieproduktion in Europa überrascht. Das  Peter-Meier-Prognosemodell basiert auf der Hypothese, dass verschiedene Wirtschaftsindikatoren (z. B. die Industrieproduktion) sich ähnlich einem schwingenden System verhalten. Diese Annahme hat sich in der Vergangenheit als sehr robust erwiesen. Beispielsweise folgen die tatsächlichen Industrieproduktionen in den USA und Asien derzeit gut unseren Langfristhypothesen und befinden sich auf sehr hohem Niveau. In Europa hingegen ist 2018 die Industrieproduktion weit unter den Erwartungen zurückgeblieben. Bis Ende 2017 entwickelte sich die Produktion erfreulich, seither hat sich das Wachstum aber deutlich verlangsamt. Aufgrund des bereits weit fortgeschrittenen Industriezyklus ist nicht davon auszugehen, dass dieser Rückstand in den nächsten Monaten noch wettgemacht werden kann  (vgl. Grafik).


Der Detailhandelsumsatz bewegt sich in allen drei grossen Regionen wie erwartet: In Europa und den USA ist nach wie vor eine sehr dynamische Entwicklung zu beobachten, die vor allem in Europa noch ein paar Monate hinhalten dürfte und damit den laufenden Konjunkturzyklus stützt. In Asien hat sich die Verlangsamung der Dynamik im vierten Quartal erneut fortgesetzt.


Insbesondere die vergleichsweise geringe Industrieproduktion in Europa führte dazu, dass der Höhepunkt der Dynamik in vielen Branchen früher eintritt als erwartet und auch bereits überschritten wurde. Die Korrektur der Auftragseingänge nach unten ist bereits Realität und wird sich in den kommenden Quartalen gemäss Modell akzentuieren.

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